Vereinsgeschichte

Im Jahr 1985 entdeckten Künstler:innen das ehemalige Hagen-Gelände in Köln-Kalk als idealen, günstigen Standort für ihre Ateliers. Angeregt durch diese Möglichkeit, gründeten sie 1992 den Verein „Künstler/innen auf dem Hagen-Gelände“. Gemeinsam entwickelten sie Konzepte für Werkstätten, Ausstellungsflächen und Ateliers, wobei sie von Institutionen wie Kultur, Politik, der LEG und dem Land Nordrhein-Westfalen unterstützt wurden.

 

Neben dem Schaffen von Atelierraum war das Ziel eine kulturelle Belebung des Industriegeländes und die Aufwertung des Stadtteils Köln-Kalk.

Ein wichtiger Meilenstein wurde 1997 erreicht, als der Verein einen 25-jährigen Nutzungsvertrag mit der Stadt Köln abschloss – inklusive einer Option auf Verlängerung. Seit 1998 betreibt der Verein ein selbstverwaltetes Atelierzentrum mit 19 Ateliers, die in drei Häusern untergebracht sind.

Die Modernisierung des Außenbereichs wurde durch den Internationalen Bund für soziale Arbeit (IB) mit finanziellen Mitteln der Stadt Köln und des Landes NRW durchgeführt. Daran beteiligte sich der Künstlerverein mit einem Verlorenen Baukostenzuschuss  von 200.000 DM. Die Häuser wurden durch den IB bis zur Ateliertür instandgesetzt und modernisiert.

Die Instandsetzung und der Ausbau der Ateliers entstanden in Eigenleistung und auf eigene Kosten, angepasst an die individuellen Vorstellungen und Wünsche der Künstler. Dazu gehörte die Planung und Installation von Zu- und Abwasserleitungen für sanitäre Einrichtungen, einer raumbezogenen Heizungsanlage,  Planung und Ausführung aller Elektroinstallationen, Verlegung neuer Böden (Estrich oder Holzboden) etc., und nicht zuletzt eine Neuverputzung aller Raumwände. Auch der Hof wurde durch ihre Initiative begrünt und ist heute ein kleines Biotop – ein besonderer Wert in Kalk, einem Stadtteil mit besonders wenig Grünfläche pro Kopf.

Bis heute wird das Künstlerforum in Eigenregie von unserem Verein verwaltet und ist nicht subventioniert.  

Durch die Aufnahme neuer Künstlerinnen und Künstler hat sich der Verein immer wieder verjüngt und neue Impulse bekommen.
Durch dieses Engagement der Künstler ist im Stadtteil Kalk ein kultureller Ort entstanden, der in Köln einzigartig ist.

Eine gelungene Transformation!

 

 

 

Quellen:

Daniel Tschannen – Position und Pläne des Vereins KünstlerInnen auf dem Hagengelände e.V., 2021

Inge Kamps – Hagen-Chronologie, 1998

Broschüre der Stadt Köln – Neue Energie für Köln-Kalk, 1998